Anti-Amerikanismus

Ein guter Freund sagt einem, wie es wirklich ist; Ja-Sager sind keine Freunde.

Der Vorwurf des Anti-Amerikanismus wird – gerade in Deutschland – immer dann verwendet, wenn spezifische Kritik an Vorgängen in den USA laut wird. So als ob, beispielsweise, George W. Bush Junior alleine die USA wäre. Sicherlich gibt es viele Kritiker, deren Prämisse ist, alles, was mit den USA zu tun habe, könne nur von Übel sein. Umgekehrt gilt natürlich natürlich auch: Viele selbst ernannte Freunde der USA verteidigen sogar menschenverachtenden Unsinn.

Hier etwas, dass Aufmerksamkeit verdient:

John Yoo publicly argued there is no law that could prevent the President from ordering the torture of a child of a suspect in custody – including by crushing that child’s testicles.

[…] John Yoo was a key architect post-9/11 Bush Administration legal policy. As a deputy assistant to then-Attorney General John Ashcroft, John Yoo authored a number of legal memos arguing for unlimited presidential powers to order torture of captive suspects, and to declare war anytime, any where, and on anyone the President deemed a threat.

Was genau unterscheidet ‘uns’ – also die westlich-zivilisierte Welt – eigentlich von ‘denen’, das sind dann die bösen Tyrannen und Terroristen, wenn die eingesetzten Methoden dieselben sind? Haben wir die Bösen nicht definiert als jene, die freie Meinungsäußerung unterdrücken, jederzeit Kriege starten, ihre Gegner foltern?

Oder sind es einfach nur ‘die Anderen’, die, auch wenn sie in den lang erwarteten demokratischen Wahlen als Sieger hervorgehen, undemokratisch sind?

Zum Glück haben die USA, trotz aller faktischen Angriffe durch den Exekutiv-Zweig in den letzten Jahren, immer noch eine der freiesten und besten Verfassungen der Welt. Noch können Regierungen ohne Gewalt und Blutvergießen ersetzt werden [das wesentliche Kennzeichen einer Demokratie]. Das unterscheidet jenen Staat wohltuend von, sagen wir mal, Saudi-Arabien oder dem Iran, dessen eigentliche Macht durch nicht-gewählte Mullahs ausgeübt wird.

Folterer sollten eigentlich nicht an der Spitze von Staaten stehen, Regierungen sollten aktiv gegen sie vorgehen.

Notes:
1. Aus irgendeinem Grund fallen mir hier die toitschen Sprachreiniger ein, die englische Vokablen selbst dort ablehnen, wo sie längst zu einem integralen Bestandteil der sich entwickelnden deutschen Sprache geworden sind.
2. Information Clearing House
Aus irgendeinem Grund fallen mir hier die toitschen Sprachreiniger ein, die englische Vokablen selbst dort ablehnen, wo sie längst zu einem integralen Bestandteil der sich entwickelnden deutschen Sprache geworden sind.
Information Clearing House

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