Weniger hilft mehr – Wo Homöopathen sich nicht irren

So ein bisschen Recht haben Homöopathen doch. Sie gehen davon aus, dass eine extrem kleine Menge eines Krankmachers genau die Krankheit heilt, deren Symptome von eben diesem Stoff in großen Mengen ausgelöst werden. Um die heilende Wirkung so richtig aufzuputschen, wird das Mittel so lange in Wasser verdünnt, bis kein Molekül der Basis mehr vorhanden sein kann. Wer Details dazu wissen möchte, z.B. über das Verhältnis von Verdünnung zu im Universum vorhandenen Molekülen, sollte die Beiträge zu Homöopathie Florian Freistetters auf den Scienceblogs lesen.

Ein etwas älterer Beitrag von ihm über all das, was ein Patient nicht tun darf, ließ mich erkennen, bei welchen Krankheitsbildern Hahnemann und seine Kinder und Enkel und Urenkel im Geiste Recht haben: Allergien und akute Verletzungen der Schleimhäute.

Da isst man abends fröhlich eine Tüte Chips nebenher weg und am nächsten Tag sind die Mundschleimhäute aufgerissen und entzündet. Oder es war die Avocado, auf die man allergisch reagiert. Wie behandelt der Homöopath das? Er nimmt einen Chipskrümel – oder ein Messerpspitzchen Avocado – verschüttelt das so lange in immer wieder frischem Wasser, bis kein scharfer Chip, keine allergische Reaktion auslösende Avocado mehr da.

Statt also jetzt weiter Chips zu futtern oder Avocados, trinkt der Patient einige Tage lang Wasser mit Laktose. Natürlich heilt dann der entzündetet Mund! Nebenbei bekommt der laktoseintolerante Patient noch Durchfall, was mögliche Krankheitserreger und Gifte ausspült.

Homöopathie als purer Verzicht auf das, was das Unwohlsein ausgelöst hat. Funktioniert!

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