BILD … dir dein Juniläum

Lieber Axel-Springer-Verlag,

ich habe nichts gegen dich. Die meisten deiner Zeitschriften gehen komplett an mir vorbei, einige habe ich mal gelesen. Das ist aber schon sehr lange her, auch wegen des Qualitätsabfalls. Was ich nie in die Hand genommen habe – und ich weiss bis heute nicht, wie es mir in der Schule damals gelang, als wir die Einheit ‘BILD verstehen’ hatten -, ist dein Musterklopapier mit den vier Grossbuchstaben und dem chaotischen Layout. Wenn ich Desinformation will, lese ich Regierungswerbung.

Nun willst du mir so ein Teil aufdrängen. Für lau. Direkt in den Briefkasten. Ich habe dem widersprochen, wie deine Rechtsabteilung weiss. Damit potenzielle Anzeigenkunden auch merken, wie toll deine Produkte zum Kunden kommen, haust du vorher nochmal richtig auf die Kacke und lässt die oberen Etagen der Deutschen Post interne Memos leaken. Das macht der Vorstand auch sehr gern, immerhin dürfte dieser Auftrag einer der lukrativeren im Postwurfbereich sein.

Du willst mir stattdessen jetzt eine grosse rote Briefbombe zukommen lassen. Werbung für euch. Schliesslich weiss jeder, was der rote Umschlag bedeutet: Ich bin’s, der Axel-Springer-Verlag!

Ich will das nicht. Noch weniger möchte ich, dass mein Zusteller diesen ganzen überflüssigen Papiermüll den ganzen Samstag durch seinen/ihren Bezirk schleppen muss. Am wenigsten habe ich Lust, eine dieser kleinen gelben Karten im Kasten zu finden, die mir sagen, dass eine Sendung wg. Grösse nicht zustellbar war, ich möge doch bitte selbst abholen.

Ich will, dass du deinen Müll so entsorgst, wie jeder andere auch: in den entsprechenden Papiersammelbehältern. Von mir aus als Sondermüll. Aber nicht in meinen Briefkasten. Du kannst das, da bin ich sicher.

Sind wir uns einig? Das ist schön.

Tschüss denn!

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