Genderforschung in der Kritik

Es ist im Grunde, liebe Kollegen Eierschaukler, ganz einfach: Ja, Vagina, Gebärmutter, Penis und Hoden sind natürlich. So natürlich wie Äpfel und Birnen – natürlich nicht unsere Kulturäpfel und -birnen, die sind massiv genmanipuliert. Durch Menschen. Was alles andere als natürlich ist, wenn es um Geschlechter beim Homo sapiens geht, sind sämtliche kulturellen Ableitungen, die irgendjemand aus dem Vorhandensein von Geschlechtsteilen zieht.

Nur weil ein Exemplar H. sapiens naturgegeben aussen liegende Gonaden hat, macht ihn das nicht zu einem besseren Mathematiker, Handwerker, Geld-entgegen-Nehmer, Einparker, Denker, Jäger etc. Genderforschung, wesentlich eine Fachrichtung der Sozialwissenschaften – Sie wissen schon, jene Wissenschaften, die sich mit den kulturellen und sozialen Gegebenheiten von Gesellschaften beschäftigen -, setzt die natürlichen Unterschiede voraus und versucht zu erkunden, inwieweit soziale Rollen völlig unabhängig von greifbaren biologischen Faktoren gesetzt werden. Und was getan werden kann, Geschlechterrollenklischees abzubauen sowie Nachteile auszugleichen.

Sollten Sie ernstlich glauben, Frauen sollten weniger verdienen, weil sie keine Männer sind, gehen Sie zurück zur Badstrasse, aber nicht über Los, sondern über das Jahr 1883.

Notes:
1. Um nur ein Beispiel zu nennen. Informieren Sie sich dazu über die US-amerikanischen Herren- und Damenfussballmannschaften.
Um nur ein Beispiel zu nennen. Informieren Sie sich dazu über die US-amerikanischen Herren- und Damenfussballmannschaften.

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